Technik

Rotorblätter — Epoxydlaminat oder Polyesterlaminat

Zu einem Fachgespräch trafen sich am 16.01.2001 im Hause NOI Rotortechnik auf der Röde­mishallig in Husum Frank Fischer, Bootsbaumeister und Inhaber von Gemko Rotorservice aus Kappeln und Jürgen Simon, Betriebsleiter von NOI Rotortechnik in Husum und Nordhausen.

Defekter FlanschbereichEiner der gefährlichsten Flügelschäden bei einem Polyesterblatt : Risse und Korrosion im Flanschbereich. Die Bolzen korrodieren durch das Schwitzwasser der Glasfasermatten. Mit dem Härter geht das Wasser eine säureähnliche Verbindung ein, es entsteht ein Aus­drehnungsdruck. Das Laminat wird durch die Säure aufgeweicht. Im Bild oben löst sich das Laminat schon vom Stahlflansch. Zur Sanierung solcher Schäden verwendet Gemco Spezialhülsen für die Bolzen. Die Bolzen werden sandgestrahlt. Das geschädigte La­minat wird abgetragen und neu in Epoxid aufgebaut.

Jürgen Simon, NOI : Beim Bau von Rotorblättern der Multi-Megawatt-Klasse stehen drei Punkte im Vordergrund:

Dauerfestigkeit
Die Rotorblätter müssen unter extre­men Bedingungen möglichst lange halten
Gewicht
Rotorblätter müssen leicht sein, ohne dabei die Lebensdauer zu reduzieren
Fertigungsfähigkeit
Rotorblätter müssen so konstruiert sein, dass sie einfach und sicher zu fertigen sind. Ein bestmöglicher Zu­gang für die Qualitätssicherung ist ein weiteres wichtiges Kriterium.